EINFÜHRUNG IN DIE S-O-S ÜBUNGEN

ZUR EMOTIONALEN ERSTEN HILFE UND STRESSREGULATION

MIT KATI BOHNET

Ziehst Du Dich auch manchmal aufs Klo zurück, um runter zu kommen? Denn dort kannst Du die Tür abschließen und kein Kind kann rein kommen?

In der Eingangsrunde in einem Babymassagekurs damals schwärmten alle anwesenden Adoptiv-/Pflege-/Eltern so von ihren Kindern, wie toll sie schlafen und wie glücklich sie seien. In mir wurde es schon etwas komisch. Als ich an der Reihe war, erzählte ich, dass ich in der letzten Nacht vor dem Bett meines Kindes stand, meine Hände hinter meinem Rücken festgehalten habe und mehrfach laut zu mir sagen musste “Kati, Finger weg vom Hals!”, damit ich mein seit Wochen nachts schreiendes Kind nicht erwürge.

Ich sah, wie sämtlichen Anwesenden die Kinnlade runterklappte und sie den Atem anhielten. Bis nach einem kurzen Schockmoment, ein kollektives Durchatmen durch den Raum ging: “Ohja, das kenne ich auch.” sagte eine*r nach der*dem andern

(Du kannst Dir aussuchen, wie ich reagierte: 1) Ich erntete das Mitgefühl und fühlte mich mit den anderen Eltern verbunden oder 2) Ich schaute die anderen Adoptiv-/Pflege-/Eltern an und sagte “Ich verlogenen Arschlöcher. Ihr grinst hier rum und spielt eine Welt vor, die so fern von mancher Realität ist, dass ich kotzen könnte!”)

Adoptiv-/Pflege-/Kinder bringen uns an unsere Grenzen und traumatisierte Kinder manchmal auch darüber hinaus.

In diesen Nächten hätte ich mir sehr so etwas wie die S-O-S Übungen gewünscht. Sie hätten mich sicherlich ruhiger werden lassen und mein Baby hätte durch die Co-Regulation sicherlich auch besser geschlafen. Es hätte uns viel Frust erspart nud mir mehr Kraft für den Alltag gegeben.

Es gibt seit diesem Erlebnis nun einen Teil in mir, der – neben allem DAS DARF NICHT PASSIEREN! – auch Mitgefühl und Verständins dafür hat, wie es in manchen Fällen dazu kommen kann, dass Menschen ihren Kindern etwas antun. Ich war und bin in einer priviligierten SItuation, habe ein soziales Netz, kann mir Unterstützung kaufen, an denen ich keine Unterstützung durch Familie oder Freund*innen habe und habe genügend Therapie- und Persönlichkeitsentwicklung gemacht, um mich mittlerweile sehr gut selber regulieren zu können. Das Privileg haben nicht alle.

Und trotzdem ist und bleibt jede Gewalttat eine Gewalttat zu viel.

Unter anderem deswegen habe ich die S-O-S Übungen zur Emotionalen Ersten Hilfe und Stressregulation zusammengestellt. Zunächst für meine Trauma-Klient*innen mit Panikattacken in der Praxis, später als kostenloses Video zum Mitmachen und als Audiodatei zum Runterladen, damit möglichst viele Menschen etwas an der Hand haben, um sich in Akutsituationen regulieren zu können. In der Pandemiezeit haben mehrere Tausend Menschen das Video genutzt und hoffentlich so ein bisschen regulierter durch die Zeit gefunden.

Die S-O-S Übungen zur Emotionalen Ersten Hilfe & Stressregulation unterstützen auf spielerische und körperliche Art und Weise unser Nervensystem dabei, wieder in einen möglichst regulierten, ruhigeren Zustand zurückzukehren.

Die S-O-S Übungen zur Emotionalen Ersten
Hilfe & Stressregulation unterstützen auf spielerische und
körperliche Art und Weise unser Nervensystem dabei, wieder in einen

möglichst regulierten, ruhigeren Zustand zurückzukehren.

Du kannst sie sowohl in Akutsituationen anwenden, aber genauso gut zur täglichen Selbstfürsorge und Psychohygiene (Zähneputzen für Dein Nervensystem) oder auch mit Gruppen von Kindern oder Erwachsenen.

In Akutsituationen: bei akutem Stress, Angespanntheit, Panikattacken, (Ein)Schlafproblemen, Angst, Unsicherheit, Lampenfieber, Aggression, Trauer, Abgeschlagenheit, Innerer Unruhe, Aufgebrachtheit, Nervosität,
Konzentrationsschwierigkeiten, Lernschwierigkeiten, Depressionen, etc.

Regelmäßige Stressregulation:
zur Selbstfürsorge und „Trainieren“ des Nervensydstems, um in
Akutsituationen sich schneller wieder selber regulieren zu können.

Gruppen:
zum Tagesbeginn im Team, zu Kursbeginn, im Morgenkreis in der
Kita/Schule, gemeinsam zum Abschliessen eines aufregenden Gruppentages

Nur wenn wir gut stehen, können wir andere gut halten

Dieser 3-stündige online-Kurs gibt Dir zu allen Übungen dieser Abfolge ausführliches HIntergrundwissen und weiht Dich in die dahinterliegenden Prinzipien ein. Ich erkläre Dir ganz genau, warum die Reihenfolge an welchen Stellen Sinn macht und an welchen Stellen Du die Übungen abwandeln und für Dich anpassen kannst. Es sind drei kurzweilige Stunden voll gepackt mit Wissen und Erfahrung aus meiner traumatherapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ja und meine Stressregulation kannst Du auch live miterleben, denn an diesem Tag lief nicht alles rund …

Für was steht S-O-S?

S-O-S steht für Somatisch Orientierte Sicherheit
und fördern das Gefühl von Sicherheit in allen Menschen. Dies ist die
grundlegende Basis für Lernen, Wachstum und Heilung. Grundlage für die
S-O-S Mitmach-Übungen ist das von Dr. Peter Levine entwickelte Verfahren
zur Traumabewältigung Somatic Experiencing® sowie die von Dr. Steven
Porges entdeckte Polyvagal-Theorie.

Für wen ist der Kurs “Einführung in die S-O-S Übungen zur Emotioanlen Ersten Hilfe & Stressregulation”?

Der Kurs richtet sich an alle, die mehr über die Hintergründe der S-O-S Übungen wissen möchten. An alle, die einen ersten kleinen Tauchgang in die Welt des Nervensystems machen möchten, die etwas über die biochemischen Wirkweisen von Adrenalin und Cortisol erfahren möchten, neurobiologische Zusammenhänge verstehen und anwenden möchten und die so viel über die Hintergründe & Prinzipien der S-O-S Übungen verstehen möchten, so dass sie in den trubeligen Situationen des Alltags flexibel intervenieren können. Für mehr Regulationsfähigkeit und für weniger Stress.

Direkt angesprochen werden (Adoptiv-/Pflege-)Eltern, Erzieher*innen, Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen, Grosseltern, Babysitter, Tanten, Onkels und Freund*innen von Gross und Klein.

S-O-S Übungen für Groß & Klein

Ich habe die S-O-S-Übungen für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter altersgerecht in die Geschichte des Schmetterlings Jona eingebettet. So können Erzieher*innen, Lehrkräfte, Adoptiv-/-Pflege-/Eltern und andere Bezugspersonen bereits mit jungen Kindern sowohl in der Gruppe wie auch einzeln im Morgenkreis, vor dem Essen, zur Mittagsruhe, vor Klassenarbeiten und Vorträgen, zum Schlafengehen oder bei Aufregung die S-O-S Übungen zur Stressregulation anwenden und so ihr Nervensystem unterstützen. Das hilft ihnen, in einen Zustand zu kommen, in dem Ruhe, Erholung,

Konzentration, Achtsamkeit und soziale Kontaktfähigkeit möglich sind.

Das sagen einige der Teilnehmer*innen

“Ich habe mir Dank Deiner Materialien die Übungen gut gemerkt und hab sie auch schon in der Familienberatungstelle weitergegeben. Mir selbst haben sie schon seither öfter geholfen. Allein ein Blick auf die Skala hilft einem schon, weil man sich kurz seiner Gefühle bewusst wird. Das zählen schöner Dinge finde ich lustig und kann man ja völlig unbemerkt machen. Die ganzen wissenschaftlichen Hintergründe fand ich hochinteressant. Ich hätte mir das noch stundenlang anhören können. Ich finde es so faszinierend, wie unser Körper funktioniert. Vielen vielen lieben Dank und Liebe Grüße”

“Das war ganz wundervoll für mich, die Erklärungen auch teilweise neu, weil ich bin ja Sekretärin und nicht durch Ausbildung sondern durch die Tatsache, dass ich in einer Familienberatungsstelle Sekretärin bin, in die Helfende Branche geraten. […] Also dann nochmals vielen Dank für alles (die kleinen Pannen, weil die Aufnahme plötzlich unterbrach, fand ich persönlich nicht schlimm, im Gegenteil, das machte Dich für mich noch sympathischer 😉 Freue mich, wenn ich Neue infos bekomme
Ganz lieben Gruß aus Österreich”

Häufig gestellte Fragen

  1. Was geschieht nach Deiner Buchung des Kurses?
    Du bekommst eine E-Mail an Deine angegebene Mailadresse (bitte auch im Spam nachschauen) mit Anmeldedaten für die helpers circle Plattform.

    Dort XXX MICHAEL, bitte ergänzen!


  2. In welchem Format ist der Kurs?
    Der Kurs ist eine Aufzeichnung aus einem Live-Kurs, den ich gehalten habe. Du hast dauerhaften Zugang zum Kurs und kannst ihn so oft Du nagst anschauen. Dazugehörige Kursmaterialien sind ggf. in der Kursumgebung hinterlegt.
  3. GIbt es die Möglichkeit, Fragen zum Kurs zu stellen?
    Bei aufgezeichneten Kursen ist dies leider nicht möglich. Falls dennoch Fragen auftauchen, kannst Du diese an info@helperscircle.de schicken. Aufgrund der Vielzahl an Mails, die ich erhalte, werde ich keine ausführlichen Antworten geben können. Einige allgemein interessante Fragen fließen aber mit Sicherheit in andere meiner Workshops ein.
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