Damit Helfende langfristig gut und gesund helfen können

Wir brauchen euch Helfende. Alle. Langfristig. Jede(r) von uns ist auf euch angewiesen. Wir sind darauf angewiesen, dass ihr eure Arbeit gut macht, und wir sind darauf angewiesen, dass ihr sie dauerhaft machen könnt und nicht wegen Burn-out oder zu viel Frust aufhört. Doch die Berufsgruppe der Helfenden ist am meisten den Folgen von quantitativer Überlastung (zu viel Arbeit) und qualitativer Überlastung (zu belastende Arbeit) ausgesetzt. Die Folge sind häufig Burnout, chronisch krank, Sekundärtraumatisierung, Depression und andere Begleiterscheinungen.

Was kann man tun? Am besten vorbeugen. Das Wissen um die Funktionsweise des Nervensystems hilft zu verstehen, wie Stress entsteht und wie wir damit umgehen können. Von diesem Wissen profitieren wir nicht nur in unserer helfenden Tätigkeit, sondern in allen Lebenslagen. Es macht es uns leichter, herausfordernde Situationen richtig einzuordnen und in einen ruhigeren, gelasseneren Zustand zu kommen, aus dem heraus wir bessere Entscheidungen treffen können.

Wer lernt, Stresssignale seines Körpers frühzeitig wahrzunehmen, der kann besser für sich sorgen. Menschen in helfenden Tätigkeiten kommen nicht drum herum, dieses Bewusstsein zu schärfen und ihre Wahrnehmung immer wieder dahingehend zu trainieren. Klar, das gelingt nicht immer und schon gar nicht jeden Tag gleich gut. Aber nur wenn diese Form der Selbstfürsorge für uns zu einer selbstverständlichen Routine wird, zu einem festen Teil unseres Alltags, können wir gut und gesund helfen. Langfristig. Dafür macht sich helpers circle stark. 💪🏼 Habt eine schöne Woche!

Kati Bohnet
Kati Bohnet
Diplom-Mathematikerin, Integrative Gestalt- und Traumatherapeutin (Somatic Experiencing®), Gründerin und Leiterin des Bildungszentrums und Netzwerkes helpers circle
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